Während des Lockdowns konnte ausschließlich im familiären Rahmen, bzw. in Kleingruppen geprobt werden. Für die Schriesheimer Jagdhornbläser hieß dies in der günstigsten Konstellation maximal 3+1 Bläser (Vater+2 Söhne+1 Person aus einem anderen Haushalt). Was lag in dieser Situation näher als ein zweistimmiges Musikstück einzustudieren?

 

Unter den von Josef Schantl zur Silbernen Hochzeit des Kaisers Franz-Josef und der Kaiserin Elisabeth (Sisi) 1879 komponierten 48 Fanfaren für die "Höchsten und hohen Jagdherren" sind diejenigen für ungarischen Jagdgäste ausschließlich im 2/4 Takt zweistimmig gesetzt. Sie sind alle lebhaft, wenn nicht sogar "feurig" zu blasen. Die Fanfare für Graf Széchenyi wurde von Reinhold Stief als "Österreichischer Jägermarsch Nr.1" bearbeitet, wobei am Anfang zwei Solohörner im Wechsel blasen und der Anfangsteil zum Schluss widerholt wird.

 

Die von uns erstellten Noten übernehmen die von Stief vorgeschlagene Reihenfolge unter Beibehaltung der originalen Artikulationszeichen und Notenwerte:

Jagdhornbläsergruppe

Schriesheim e.V.

Joachim Nelles

Bergstraße 6
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